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STIMMEN KURT SCHWITTERS KONKRETE POESIE – URSONATE Vokalperformance pur Poesie, Sprüche, Zahlengedichte, Scherzi, Sonate 3 Stimmen (siehe CD13) WORTMUSIK EIN SCHIERES LAUTVERGNÜGEN Russische, italienische Futuristen Dada-Szenen: Hausmann, Ball, Schwitters, etc. Avantgarde vokal: Berio, Schnebel, Kagel, Aperghis 2-3 Sänger (siehe P.1) NEUE VOKALMUSIK Mathias Spahlinger „verfluchung“ 3-4 Sänger (siehe P.2) STIMMEN, KLAVIER teils mit Bildprojektion und Requisiten CABARET SATIERIK CAFE-CONCERT AU «CHAT NOIR» Cabaret rund um Erik Satie: Chansons, Sprüche, Klaviermusik. Gesänge von Offenbach, Rossini, Kagel, Josquin, Cage. Dada-Poesie. F.T. Marinetti: „Die Futuristische Küche“. EXVOCO singt, spielt, kocht zum synästhetischen Genuss. 5 Stimmen (4 Sänger, 1 Sprecher als Erik Satie), 1 Klavierspieler, Requisiten, Bildprojektion. (siehe CD12) SOIREE DADA HOMMAGE A KURT SCHWITTERS, THEO UND NELLY VAN DOESBURG Konzert „Dada-Feldzug“ Kurt Schwitters: Poesie, Banalitäten, Ursonate. Theo van Doesburg: Letterklankbeelden Schlager von Walter Gieseking, Walther Lehnhoff, Otto Ebel von Sosen. Klaviermusik: Vittorio Rieti, Hans Heinz Stuckenschmidt, Erik Satie. Dada-Dichtungen: Raoul Hausmann, Hans Arp, Hugo Ball. 3 Sänger, Klavier, Requisiten, Bildprojektion. (siehe CD14) POESIE - MUSIQUE - DADA Musik und Chansons von Erik Satie. Dada Zürich/Paris: Huelsenbeck, Ball, Tzara, Man Ray, Duchamp, Apollinaire. „Dadaisten“ heute: Mauricio Kagel, John Cage 3 Stimmen, Klavier, Requisiten, Dias (siehe P.4) STIMMEN, ELEKTRONIK, REQUISITEN, BILDPROJEKTION LAUTSPEKTAKEL MUSIK UND POESIE FÜR STIMMEN FUTURISTISCH-DADAISTISCHE PERFORMANCE Poesie und Konzepte russischer und italienischer Futuristen: Chlebnikow, Krutschonych, Majakowski, Kamenski, Zdanevic, Marinetti, Balla, Cangiullo. Französiche und deutsche Autoren: Albert-Birot, Apollinaire, Stramm, Ball 3-4 Stimmen, 1 Elektroniker, Requisiten, Dias EXVOCO's meistgespieltes Programm in vielen Varianten 3 Stimmen, 1 Elektroniker, Requisiten, Bildprojektion (siehe CD11) NEUE MUSIK PERFORMANCE ADRIANA HÖLSZKY: MESSAGE 2 Sänger, 1 Sprecher, Glasrequisiten und Klangobjekte, Live-Elektronik, Zuspielbänder (siehe P.3) eventuell in Verbindung mit: JOHN CAGE: SONG BOOKS 3-6 Sänger/Akteure, Elektronik, Requisiten, Klavier (siehe P.4) PROJEKTE FUTURISTISCHES FRÜHSTÜCK MATINEE FÜR AUGE, OHR UND MUND Performance mit Küche, Service und Musik. Collage im Zufalllsspiel der Akteure nach F.T. Marinetti „Die futuristische Küche“ 4-6 Sänger/Akteure, Requisiten POESIE UND FEUERSPIELE DADAISTISCH - MUSIKALISCHES FEUERWERK open air - Poetisch, musikalische Szenen Feuerwerk Beispiele: Esslingen/Burg - Irsee/Klostergarten - Hofgeismar/Seepark - Hall in Tirol/Stadtgarten - u.a. 3 EXVOCO-Akteure, 6 aktive Helfer, 1 Elektroniker: Landschaftsbeschallung, Scheinwerfer, Effekte STADTBESCHALLUNG Beispiel: Fussball-Europameisterschaft 2002. Collagen für jedes der beteiligten Länder: Lautpoesie, Torschreie, Szenen, Hymnen, Klassik und Pop STUMMFILM-BEGLEITUNG Beispiel: Nosferatu mit Stimmen, Elektronik, Geräuschemachern Die Akteure besorgen nicht nur Choreographie, Inszenierung und Aufführungspartituren für ihre Stimmperformance, sondern sind auch Rezitatoren, Musiker, Tänzer und Schauspieler in einem: Sie fiepen und schieben den „Tango mit Kühen“, trillern und schillern „fmsböwötäzäu“ oder „matamitioo“; sie lassen leis die Regentropfen perlen und zünden für Cangiullos „Canzone pirotecnica“ ein mittelgroßes Tischfeuerwerk. Die italienischen Futuristen nämlich empfanden nur als Musik, was mitGeräusch verbunden: Deshalb kommen hier Schlagbohrer, Hammer und Revolver zum Einsatz, Schreibmaschine und Düsenjäger, auch „Negermusik“, Ohrfeigen und Pferde¬getrappel. Es qualmt und brennt auf der Bühne, es schnalzt und donnert; man gurgelt und rülpst (streng nach Partitur) Klang- und Simultangedichte und „Glockengeläut im Verstand“, falli bambla, baumpf. EXVOCO beschwört mit Chlebnikow Lach-Mantras und würgt mit dem heiligen Wahnsinn Artauds an Tönen, die zitternd im Halse stecken bleiben, baut, auf Lissitzkys martialische Kommandos an die „Armee der Künste“ hin, den Sozialismus als „suprematistische Erzählung“ aus dem Baukasten auf und versprüht höhnisch lispelnd Duftwasser, wenn Marinetti die parfümierte Liebeslyrik verhöhnt. „Gedichte sollen nicht Frauen ähnlich sein“, dekretierte Malevitsch einmal, „sondern dem Geräusch einer fressenden Säge“. Am Ende in Krutschenychs hitzigem Sternensprachtheater, werden die Stimmhieroglyphen zusammen mit Karotten und Tee ausgespuckt; Kunst wird leibhaftig ins Leben überführt. Die Vorstellung verröchelt und wir staunen suprematistische Bauklötzchen über eine Musik, bei der einem Hören und Sehen vergeht oder vielmehr neu erschlossen werden. (Badische Zeitung 1993) ![]() Stimmen ![]() Schlagt an das Glockengeläut des Verstandes. (Velimir Chlebnikow, 1910) |