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Ewald Liska, Bass, geb. 1937. Konzert- und Liedersänger. 1955- 69 Kantor in Stuttgart. Mitglied diverser Vokalensembles für alte und neue Musik (u.a. SüdfunkChor 1960-68; Schola Cantorum Stuttgart 1960-90). 1972 Gründung des Ensembles EXVOCO (EXpanded VOice COmpany Stuttgart). Akustisch-elektronische Studien. Promotion und Habilitation in Physik. Industrietätigkeit, Hochschullehrer (Universitiät Ulm). Entwicklung von Equipments zur Live-Elektronik. Studien zu Musik und Theater des Futurismus und Dadaismus, musikalische Einrichtungen und Inszenierungen. 1978-98 leitender Musikredakteur beim SWR, Abteilung Geistliche Musik/Chormusik, zuständig für den Südfunk-Chor Stuttgart. Initiativen zur Entwicklung der Vokalmusik. Anregung zahlreicher Kompositionsaufträge. Mitarbeit beim Deutschen Musikrat. Jurytätigkeit bei Kompositionswettbewerben, und beim Deutschen Musikwettbewerb für Kammermusik. Programmdirektor des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd . Entwicklung EXVOCO. Studien zu konkreter Kunst (Poesie und Grafik). Begegnung mit Max Bense, Universität Stuttgart. Quellenfunde zu Dada und Futurismus im Archiv Hanns Sohm. Einstieg in die Vokalartistik und Improvisationskunst der Neuen Musik durch die Kreationen der Schola Cantorum Stuttgart unter Clytus Gottwald und die intensive Begegnung mit Komponisten wie Dieter Schnebel, Hans Otte, Mauricio Kagel, u.a.. Mitwirkung bei experimentellen Hörspielen von Anestis Logothetis, Ludwig Harig, Friedhelm Döhl, Franz Mon. Entwicklung von Live-elektronischen Elementen zusammen mit Hans-Jörg Bauer am 1. Physikalischen Institut der Universtität Stuttgart. Verbindung der rein vokalen Performance mit physikalischer und elektronischer Expansion der Stimmklänge. Wichtigstes Startkonzert von EXVOCO mit musikalisch-virtuos präsentierter Lautpoesie: Akademie der Künste Berlin 1974, auf Vorschlag von György Ligeti. (Dada-Konzepte von Hugo Ball, Raoul Hausmann, Kurt Schwitters in Verbindung mit diverser konkreter Poesie von Gerhard Rühm, Franz Mon, Ladislav Novák, Bob Cobbing u.a.) Weitere wichtige kreative Station: Berliner Festwochen 1983. Berlin-Moskau. Umsetzung russischer futuristischer Konzepte (Lissitzky, Chlebnikow, Kroutschenych, Kamensky) im Spiegel westlicher futuristischer Ansätze (Marinetti, Balla, Apollinaire, Albert-Birot, August Stramm, Otto Nebel u.a.). Die Einrichtungen von Ewald Liska zielen darauf, nahe am Original zu sein – in der Umsetzung der teils als grafische Partituren verstandenen grafischen Dokumente und Konzepte, wie auch in der Bewertung des historischen Umfelds. Selbstverständlich spielen diese Transpositionen mit allen modernen Vokaltechniken wie auch mit elektronischen und sonstigen technischen Möglichkeiten. Neben diesen eigenen Kreationen besteht ständig Kontakt zu Komponisten. Dutzende von Werken wurden bislang aus der Taufe gehoben. Einen Teil davon benennt die aktuelle Repertoireliste – wie z.B. die Stücke des Komponisten und Ensemble-Mitglieds Dieter Mack. |